Zum Buch:
Der in die Jahre gekommener Ganove John Highland ist gerade auf Kaution freigekommen und möchte noch einmal ein richtig großes Ding drehen, bevor er seine fünfundzwanzigjährige Haftstrafe antreten muss. Dass er sich dafür ausgerechnet ein vom Kartell betriebenes Casino aussucht, macht das Ganze nicht unbedingt leichter – aber wenn John seine Strafe erst einmal abgesessen hat, wird er weit über achtzig sein, also zieht er die Sache jetzt durch.
Chrissy, der Cousin eines aufstrebenden jungen Polizisten mit weißer Weste, ist nicht nur ein Säufer sondern auch ein kompletter Nichtsnutz, der mehr Glück als Verstand hat. Außer an jenem Abend, als er im betrunkenen Zustand eine Frau überfährt. Sein Cousin, der weiß, dass Chrissy im Knast keine Woche überstehen wird, steht nun vor der Entscheidung, ob er als Polizist sauber bleiben oder sich an die Mafia verkaufen will, um Chrissy als Gegenleistung die Jahre im Gefängnis zu erleichtern.
Brad McAlister hat alles geschafft, was man im Leben erreichen kann: eine schöne Frau, einen wundervollen Sohn und ein großes Haus, in dessen Garage mehr als zwei Autos Platz finden. Man könnte also meinen, der erfolgreiche Hotelmanager sei glücklich – und das ist er auch. Bis er eines Abends auf dem Heimweg mit einem Betrunkenen aneinandergerät, der seine Frau beleidigt hat. Brad, ansonsten eher ein zurückhaltender Typ, schlägt den Mann krankenhausreif und wird verurteilt. Um zu überleben, geht er einen Pakt ein und wird zum gedungenen Mörder, doch als er schließlich entlassen wird, muss er feststellen, dass manche Vereinbarungen auch in der Freiheit ihre Gültigkeit haben und wirkliche Freiheit ohnehin eine Illusion ist.
Wie stets in Don Winslows Büchern stimmt auch bei seinen neuen Kurzgeschichten einfach alles: der coole Plot, die teils etwas verschrobenen Protagonisten, die bewusst ungeschminkte Sprache sowie die trockenen, ausgefeilten Dialoge.
Axel Vits, Köln