
Die Idee entstand nicht im Atelier, nicht am Schreibtisch und schon gar nicht mit einem großen Plan, sie entstand unterwegs, auf der Reise nach Berlin. Meine Frau und ich saßen in verschiedenen Zügen, fuhren in dieselbe Richtung und waren trotzdem getrennt. Irgendwann schrieb sie mir per WhatsApp: Mal doch mal eine Katze. Kein Konzept, keine Erklärung, kein Warum, einfach so. Ich tat es. Ich zeichnete eine Katze, dann noch eine, dann wieder eine, nicht weil ich wusste, was daraus werden sollte, sondern weil es gerade passte, weil Bewegung manchmal reicht. In Berlin ging es weiter, die Katzen blieben, sie tauchten auf, wo eigentlich anderes geplant war, setzten sich in Bilder, die vorher keine Tiere kannten, machten Dinge, die niemand bestellt hatte. Evi meinte irgendwann, das sollte eine Serie werden, nicht groß, nicht wichtig, einfach dranbleiben. Mama war sofort hin und weg, begeistert auf diese kompromisslose, liebevolle Art, die keinen Zweifel kennt.