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Fiktive Kartografie: Die erfundene Siedlung von Agloe

Autor
Carl Jacob

Fiktive Kartografie: Die erfundene Siedlung von Agloe

Untertitel
Urheberrechtsfallen, Papierstädte, und die skurrile geografische Realität in der weiten amerikanischen Provinz, 1920–2014
Beschreibung

In den 1920er Jahren standen Kartenverlage vor einem gewaltigen Problem: Es war für die Konkurrenz viel zu einfach, teuer recherchierte Straßenkarten einfach zu kopieren und neu zu drucken. Um Plagiate juristisch beweisen zu können, begannen findige Kartografen, absichtliche Fehler einzubauen – kleine, fiktive Straßen oder winzige Siedlungen, die in der Realität gar nicht existierten. Die berühmteste dieser "Paper Towns" war Agloe im Bundesstaat New York. Die Geschichte nahm jedoch eine absurde Wendung, als Jahrzehnte später ein anderer Verlag beschuldigt wurde, die Karte mit Agloe gestohlen zu haben. Die Verteidigung war unschlagbar: Die Kartografen hatten die Siedlung tatsächlich gefunden. Jemand hatte den fiktiven Namen auf der Karte gelesen, an der leeren Kreuzung einen kleinen Dorfladen gebaut und ihn "Agloe General Store" genannt. Die Lüge hatte die Realität erschaffen. Dieses Buch taucht ein in die verrückte Welt der geografischen Urheberrechtsfallen. Sie entdecken fingierte Berggipfel, absichtlich falsch gezeichnete Flussläufe und die philosophische Frage, was einen Ort überhaupt erst real macht. Navigieren Sie durch die Lücken der Wahrnehmung. Erforschen Sie, wie Tinte auf Papier die physische Welt formen kann und warum manche Fehler bewusst in die Geschichte eingraviert wurden.

Verlag
epubli
ISBN/EAN
978-3-565-38332-0
Preis
14,99 EUR
Status
lieferbar